Das Jahr des Aufschwungs

Aus Altersgründen muss ich bei mir umräumen. Nicht mein Alter sondern eher das Alter der Einrichtungsgegenstände, auf dem meine Dinge stehen. Die Komplettlösungen für Computerspiele aus den 90ern aus der PCAction werde ich nicht mehr brauchen.
Eine Dokumentensammlung erregte jedoch meine Aufmerksamkeit und wird meiner Musikkarriere garantiert zu neuem Schwung verhelfen.

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Hat sich richtig gelohnt

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Am Anfang des Semesters habe ich mein Kinder-Keyboard hinter dem Schrank vorgeholt, um mich, im Rahmen der Lehrveranstaltung „Audio- und Sprachverarbeitung“, nach langer Musikabstinenz wieder in Notentheorie und Klimpern zu üben.
Jetzt habe ich eine 1,7 in dem Modul geschafft und mein Fisher-Price-E-Piano geht unangefasst wieder zurück an seinen Stammplatz.

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Man darf aber im Sommer mit neuen Sounds aus dem Hause maweki rechnen 😀

U.F.O. 2013

Wir waren gestern auf dem U.F.O.-Filmfestival, dem traditionellen Kurzfilmfestival im Werk 2. Zum Einen haben sich die Organisatoren mal wieder mit Apostroph-versemmeln blamiert. Wie schon gesagt: traditionell.

Wer es nicht sehen kann: Auf dem Abstimmzettel steht, anstatt des echten Namens "Taylors Hat's"

Wer es nicht sehen kann: Auf dem Abstimmzettel steht, anstatt des echten Namens „Taylors Hat’s“

Zum Anderen war es aber eine sehr schöne Veranstaltung mit jeder Menge tollen Filmen. So richtig war keiner dabei, dem man den Sieg nicht gegönnt hätte.

Und ich möchte euch natürlich meinen absoluten Favoriten des Abends nicht vorenthalten:

Yeah! Udo! Briliant.

Ansonsten haben wir an dem Abend noch „DÄMSE“ gesehen, eine hart-spielende Indie-Band aus Jena, deren Sound mir so bekannt vorkam, dass ich vor Nachdenken, wo die den Klang geklaut haben, gar keine Lust mehr zum Feiern hatte.

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DÄMSE in distress

Nach meinem nunmehr ca. sechsten Besuch, freue ich mich aber schon wieder auf nächstes Jahr.

Eine ganze Generation schaut nach Berlin

Wenn du – wie ich – zwischen 20 und 30 bist und nicht in Berlin wohnst, hast du garantiert einen Schul- bzw. Jugendfreund der nach Berlin gezogen ist – wahrscheinlich sind es aber sogar mehrere. Und das beschäftigt unsere Generation. Das beschäftigt unsere Generation so sehr, dass Bands von Musikern unseres Alters das in Liedform packen.

http://www.youtube.com/watch?v=K0rEQHbo7PQ

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Hellsongs in Leipzig oder Wie die Vorband zu- und die Hauptband abnimmt

Ich bin nach einer knappen Stunde gegangen. Ich war enttäuscht. Ich habe mich nicht um mein Geld betrogen gefühlt. Aber enttäuscht ist enttäuscht ist enttäuscht.

Hellsongs sollte das letzte Mal im Dezember 2010 in Leipzig sein. Das Geld für meine Karte bekam ich zurück, da wegen einer Kehlkopfentzündung der Sängerin die Konzerte auf unbestimmte Zeit abgesagt worden sind. Die Krankheit war letztenendes so schlimm, dass die Sängerin nicht weiter in der Band sein konnte und die beiden anderen Schweden mussten sich eine neue Sängerin besorgen.

Die alte Sängerin hatte eine hammer Stimme. Die neue? eh?! Bühnenpräsenz, Stimme und Textsicherheit sind nur drei Dinge, die ich erwartete und drei Dinge, bei denen ich enttäuscht worden bin. Es kam einfach keine Stimmung zu Stande. Der Frontmann hat sich angestrengt, ein wenig Aktion zu machen. Aber alleine ist nicht viel…

Ich befand mich in der zweiten Reihe. In der ersten Reihe haben ein paar Groupies getanzt. Neben mir und hinter mir war kaum Bewegung. Zwischen den Songs kam von Hinten recht viel Applaus und Gegröhle. Ich dachte also zuerst, das liegt an mir und dass das Objektiv gar nicht so schrecklich klingt. Darum bin ich raus um mir ein Getränk zu holen und hab das Ganze von hinten beobachtet. Stellte sich heraus, dass in der Mitte des Saals vier oder fünf Besoffene rumgröhlten, was zu dem Eindruck führte, Leute würden wirklich Spaß haben.

Nach einer knappen Stunde bin ich dann verschwunden.

 

Die Vorband war wieder Sarah Noni Metzner. Anfang 2010, beim letzten Konzert, ist sie noch bauchfrei aufgetreten und hat sich zum Spaß dem süßesten Besucher feil geboten. Dieses Mal stand sie hochschwanger auf der Bühne. Das war sehr schön und eines der aufwändigsten Live-Arrangements einer Einzelperson, die ich seit Langem gesehen habe. Darum enthalte ich euch ein Stück Musik von ihr auch nicht vor (nach dem Break). Aber Hellsongs war Live für mich das letzte Mal. Schade.

Die alten CDs bleiben mir aber erhalten.

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Hellsongs muss sich anstrengen – Bosse: Ein Konzertbericht

Heute (also gestern, wenn ich fertig bin mit schreiben) war ich bei Bosse beim Konzert. Ich hatte Angst, da er das letzte Mal ja nur die Veranstaltungstonne in der MB voll gemacht hat, dass er sich vor dem gefüllten Werk-2 wie eine Diva verhält (Poisel-mäßig). Weit gefehlt. Hier mein Bericht.

Ich beginne mit meinen Twittermeldungen, die bis zum Ende der Vorband reichen:

  • 18:59 – so aufm weg ins werk2. Erste Hürde (fahrscheinkontrolle) ist genommen.
  • 19:19 – Lange schlange vorm bosse konzert (@ Werk II) http://4sq.com/wbEPbQ
  • 19:36 – was alle vordrängler gemeinsam haben: die sehen schon so aus
  • 19:38 – sehe ich nicht gefährlich genug aus? security hat mich nich mal abgetastet.
  • 19:44 – hab gar nich drauf geachtet, aber ich glaube, ich trage in der ausverkauften Halle ein maweki.de-t-shirt zur Schau 😀
    (wird sich später als inteam-Shirt rausstellen)
  •  19:47 – entweder „maweki.de – auf der Seite der Sieger“ oder das volleyballshirt „inteam – baggern auf höchstem niveau“.Werde es erst daheim erfahrn
  • 19:58 – bosse kommt persönlich raus und entschuldigt sich
    (Da kam doch Axel Bosse persönlich pünktlich auf die Bühne und hat sich entschuldigt, dass das letzte Konzert ausgefallen ist, verspricht, die Bude so richtig auseinander zu nehmen und kündigt die Vorband an.)
  • 19:59 – und stellt die Vorband vor. Persönlich. Kann sich der poisel mal ein Beispiel nehmen.
  • 20:03 – Vorband spielt guten 80’s hardrock auf Deutsch
    (War richtig schön hart gespielt und die ersten Gäste regten sich schon auf. ich fand es ziemlich geil)
  • 20:05 – Guter mix aus Lindenberg und Judas Priest. 😀
  • 20:36 – so, vorband vorbei. Sollte dann zeitnah losgehen

Pünktlich um 9 kam dann die Hauptband auf die Bühne. Axel Bosse hat sich nochmals für das ausgefallene Konzert entschuldigt, hat aber seine Freude darüber ausgedrückt, dass trotzdem so viele da sind. Fingen an mit spielen und die ganze Halle ging gleich total ab. Nach drei Songs hat er kurz Pause gemacht und meinte, dass er sich erst daran gewöhnen muss, in so langen Hallen („Schläuchen“) zu spielen und hat erstmal die Leute hinterm Mischpult gefragt, ob die auch gut hören und ob es gut klingt. 😀

Und dann, weil der Song es hergibt, meinte er, und damit alle was davon haben, ist er während des Songs von der Bühne runter und bis zum Mischpult vor, einen Meter an mir vorbei. Dabei hat er die ganze Zeit gesungen. Dann ist er noch rüber und ist auf die rechte (in Fahrtrichtung rechts) Theke gesprungen und hat von da aus gesungen. Herrlich.

Dann kam der vierte Song. „Der Sommer ist noch lang“. Haben das Lied bis zur Hälfte gespielt und dann macht er Pause und fragt, wer denn alles in der Moritzbastei war. Unter anderem ich, klatsche und gröhle mit 30 oder 40 anderen, die in der Halle verteilt sind. „Ok, ihr seid also schon länger Fans“. Wir gröhlen und klatschen wieder. „Ok“, meinte er. „Wir machen das jetzt so. Ihr sing den Deutschen Teil des Refrains und die tausend anderen Leute, ihr singt den Englischen Teil“. Und dann haben wir 30 Leute mit ganz leiser Begleitung „Der Sommer ist noch lang, der Sommer ist noch lang, der Sommer ist noch laaaaahaaaaang“ gesungen und der Rest des Saals setzte mit „everyday is like a new beginning“ ein. Total geil. Dann gab er sein Mikrofon zu einer jungen Dame in die erste Reihe, die sich nach dem ersten Song durch einen Einruf bemerkbar gemacht hatte, damit diese den letzten Refrain singen konnte. Der Saal hat getobt.

Danach war wieder Check, ob die Leute hinten auch alles hören. Er hat sich wieder mehrfach bei uns bedankt und schien ehrlich besorgt, dass die Leute hinten vielleicht zu wenig von ihm mitbekommen.

Bosse hat viele alte Songs gespielt, unter Anderem auch U-Bahn-fahr’n, was er damals mit Oliver Koletzki zusammen gemacht hatte. Alles in Allem war es ein unglaublich geiles Konzert. Leider hat man gemerkt, dass viele Leute dort waren, weil ihnen „Frankfurt/Oder“ vom Bundesvision Songcontest gut gefallen hat. Eine Type zwei Reihen hinter mir hat sich bei jedem Zwischenkommentar von Axel Bosse aufgeregt, und das einzige gute Wort, was er verloren hatte war, als als vorletzter Song Frankfurt/Oder gespielt wurde. Und auch das war in der Orignal-Fassung, also wesentlich schneller, als die Fassung mit Anna Loos. Allgemein waren die Leute bei den alten Songs nicht so enthusiastisch wie wir 30 Leute.

Aber es war ein echt schönes Konzert und Hellsongs muss sich im März richtig anstrengen, das noch zu toppen.

 

Achja: wer sich nach menschlicher Nähe sehnt, sollte mal nach einem Konzert im Werk 2 versuchen, seine Jacke aus der Gaderobe zu holen. So viele Weiberärsche (sry) hab ich noch nicht mit Absicht angefasst, wie mir dort einfach so entgegengedrückt worden sind.

 

Ansonsten: Hab mir von Pilot, der Vorband, gleich die Silberlinge dort gekauft. Mit Widmung. Schienen irre nett die drei Jungs. Werde die Tage mal musikalisch irgendwas posten. Kann ich nur empfehlen.