Grundeinkommen ist nur konsequent

Dieser Beitrag von mir wurde im Mitteilungsblatt 7/8-2015 der Leipziger Linken veröffentlicht. Hier ist er nochmal abgedruckt.

In Zeiten des Arbeitsplätzemangels ist das Problem der Mindestsicherung, dass es die Unternehmen in Konkurrenz zum Staat stellt. Eine Konkurrenz, die wir in anderen Bereichen, wie bei Krankenhäusern, Schulen, Energieversorgern und der öffentlichen Daseinsvorsorge im Allgemeinen, ablehnen. Ein Unternehmen muss, um Arbeitskräfte anzuwerben, gegen die Mindestsicherung konkurrieren. Ist die angebotene Arbeit geringer entlohnt als die Mindestsicherung „stell‘ ich mich doch nicht hin“. Steigt die Mindestsicherung, steigt auch der Druck auf die Unternehmen, mehr als diese Sicherung (zuzüglich beider Teile der Sozialversicherung) für die Arbeitskraft aufzubringen. Die Mindestsicherung ist also nur eine Konkurrenz zwischen Staat und Unternehmen um die Arbeitskraft.

Weil ich eh Recht habe, erwähne ich den Contrapunkt gar nicht.

Weil ich eh Recht habe, erwähne ich den Contrapunkt gar nicht.

Nur in wenigen Sektoren konkurrieren Unternehmen mit hohen Löhnen und einem angenehmen Arbeitsumfeld miteinander um die wenigen verfügbaren Fachkräfte in diesem Feld. Das Bedingungslose Grundeinkommen kann dieses Problem lösen. Durch das Basisgeld des BGE und den abgegoltenen Sozialleistungen muss ein Unternehmen in allen Beschäftigungssektoren nur noch mit anderen Unternehmen um die verfügbaren Arbeitskräfte konkurrieren und ist nicht gezwungen, sich mit einer Leistung vom Staat zu messen. Die Grundversorgung ist abgedeckt und so könnte man es sich leisten, Arbeit die einem Spaß macht, bezahlt zu bekommen, ohne davon leben können zu müssen. Und wenn die angebotene Arbeit schlecht ist, gibt es keinen Zwang, die eigene Arbeitskraft feil zu bieten. Dies brächte die Arbeitnehmer in eine Verhandlungsposition, die traditioneller Arbeitskampf nicht erreichen kann und eine Freiheit, sich ohne ökonomischen Druck für Forschung, Lehre oder Soziale und sonst geringbezahlte Dienstleistungsberufe zu entscheiden. Aus Arbeitsplätzemangel wird wieder Arbeitskräftemangel, eine Situation der wir historisch einen großen Teil unseres Arbeitnehmerrechtesystems zu verdanken haben.

Natürlich bekämen auch Millionäre dieses Grundeinkommen. Dies schließt nahtlos an unsere anderen (vermeintlich unfinanzierbaren) Forderungen an. Kostenfreies Schulessen2, kostenfreie Kitaplätze3 und Lehrmittelfreiheit34 für alle Kinder. Elternunabhängiges Bafög für alle studierenden2. Sozialversicherungsbeiträge für alle Berufsgruppen1 in eine Kranken- und Rentenkasse. Wir wollen auch die Aufhebung der Hartz4-Regelungen für Bedarfsgemeinschaften1, sodass Arbeitslose mit gut verdienenden PartnerInnen nicht in wirtschaftliche Abhängigkeit geraten. Diese Forderungen wären mit dem BGE hinfällig, schließen Besserverdienende aber schon heute nicht aus. Außerdem sollen die Reichen für ihre Millionärssteuer auch etwas bekommen.

Ich habe kein Bild einer sozialen Hängematter, deswegen hier ein paar Sonnenblumen.

Ich habe kein Bild einer sozialen Hängematte, deswegen hier ein paar Sonnenblumen.

Und seien wir mal ehrlich: Eine Absenkung der Wochenarbeitszeit ist eine gute Idee aber für u.A. den Pflegebereich verschärft das die personelle Schieflage nur noch. Wie der Dienstleistungssektor mit einer Verdoppelung der Lohnkosten (Halbierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich – ohne dass die Arbeit weniger wird) umgehen kann, wird dabei nicht klar. Für die Bereiche, die immer stärker von der Automatisierung bedroht sind, ist das außerdem nur eine kurzfristige Lösung, denn diese Jobs wird es mittelfristig gar nicht mehr geben und durch steigende Lohnkosten erhöht sich der Automatisierungsdruck nur.

Dass der Mensch arbeiten will, sagen uns alle linken Ökonomen und Philosophen. Dass das schlechte und schlecht bezahlte Lohnarbeit sein muss, sagt keiner. Die beste Arbeit kann es nur geben, wenn niemand sie machen muss.

¹Erfurter Programm
²Forderung d. Bundestagsfraktion
³Kommunalwahlprogramm ’14
4Landtagswahlprogramm ’14

What is a book but the letters it contains? (Deutsch)

Dies ist die Übersetzung eines Artikels vom 29. Februar 2012.

Tim Parks hat einen Artikel im The New York Review of Books mit dem Namen „E-books Can’t Burn“ (E-Books können nicht brennen) geschrieben. Ich möchte eigentlich nichts zu dem Artikel sagen aber hier eine kurze Zusammenfassung:
Parks schreibt darüber, wie das genau wie ein echtes Buch ist, nur praktischer. Es lässt einen sich mehr auf den Text konzentrieren, da es sich um einen kontinuierlichen Strom von Zeilen und Absätzen handelt und keine ablenkenden Seiten. Deswegen, so behauptet er, durch das Anpassen der Schriftarten und -größen auf die eigenen Bedürfnisse, kann man sich mehr auf den Inhalt als das Layout eines Buchs konzentrieren. Er gibt zu, dass dies uns die Möglichkeit nimmt, im Buch zu blättern und zu schauen, wie viele Seiten noch in dem Kapitel sind, bevor man sich schlafen legt; oder an dem Gewicht in der Hand merkt, wenn man sich dem Buchende nähert (es ist offensichtlich, dass man in einem eBook das Ungleichgewicht in den Händen gegen Ende des Buchs nicht merkt).

In den Buchrand schreiben, so erklärt er, ist bei einigen eBook-readern heute schon möglich und wird nur einfacher werden. Aber am wichtigsten, so sagt er, eBooks kann man nicht verbrennen; nur die Geräte, auf denen man sie liest.

Und ich glaube, dass ist absoluter Schwachsinn, dass das man das jemals als gute Sache sehen könnte. Versteht mich nicht falsch, Ich werde kein Buch wegschmeißen oder verbrennen, aber ich halte ihre „Anzündbarkeit“, die mit dem echten, physischen Papier einher geht, für eine gute Sache.

Ein Buch kann man zu einer Autorenlesung mitnehmen und man kann es sich signieren lassen. Viel Glück dabei, das mit einem eBook zu versuchen. Aber man kann auch eine eigene Widmung reinschreiben und es zu einem Geschenk für einen geliebten Menschen machen oder einfach die kleine Nachricht weglassen und es zu einem Geschenk für einen nicht ganz so sehr geliebten Menschen machen. Oder die eigenen Bücher einfach seinen Kindern vererben. Das sind drei Dinge, die man mit eBooks nicht machen kann.

Bücher kann man in einem Bücherregal platzieren und sie überdauern die Zeiten. Und trotzdem geht die Zeit nicht spurlos an ihnen vorbei und das Alter eines Buchs ist bei jedem Umblättern sichtbar und fühlbar. Wegen deine Emotionen, Gedanken und Gefühlen, ist ein Buch bei jedem Lesen anders. Es verändert sich, weil es sich im eigenen Kopf anders abspielt. Aber es verändert sich auch physisch, mit jedem Mal, die man das Buch aufschlägt, es zum Strand nimmt oder eine Träne auf einer Seite verliert.

Aber anders gesehen, ist ein physisches Buch auch unveränderlich. Im Januar 2011 sollte eine neue Ausgabe von Mark Twain’s Huckleberry Finn herausgegeben werden. Weggelassen werden sollte das diskriminierende Wort „Nigger“. Das hat nicht die bisher herausgegebenen Bücher verändert. 18 Monate zuvor hatte Amazon.com per Fernsteuerung Kopien von Orwells 1984 von Kindle-Geräten gelöscht. Man kann ein eBook nicht verbrennen, aber die müssen nicht mal von Tür zu Tür gehen, um ein eBook zu verändern oder zu löschen, wenn man es plötzlich als Denkverbrechen sähe. Die sollen erstmal jede einzelne Ausgabe eines echten Papier-Buchs finden.

Das ist, was ein Buch für mich ausmacht. Auf der einen Seite die fragile Natur des Mediums aber auf der anderen Seite symbolisiert es die Widerstandsfähigkeit von Ideen, denn diese können die Zeiten überstehen, selbst wenn eine korrupte Regierung versucht, sie zu zensieren und zu zerstören. Man kann vielleicht ferngesteuert ein eBook verändern oder löschen, aber man kann keine Idee töten und man kann kein Buch vernichten, solange eine einzige Kopie übrig ist.

Ich liebe Bücher und ich plane, die Bücher meines Vaters zu erben und ich plane, meine Bücher meinen Kindern zu vererben, sodass diese von den Ideen lesen können, von denen mein Vater gelesen hat und von denen ich gelesen habe, sodass sie eine Zukunft schaffen können, in der sie auch leben wollen, ohne vorgeschrieben zu bekommen, welche Ideen korrekt und welche falsch sind und welche Ideen anständig genug sind, um sich im Bücherregal eines Bürgers zu befinden.

Path of Exile Beta – Mein Eindruck

Path of Exile ist ein Free To Play Action-RPG von Grinding Gear, welches sich zur Zeit in der geschlossenen Beta befindet. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut und für euch einen Blick darauf geworfen.

Für den erfahrenen ARPG-Spieler (Diablo und Torchlight) ist hier einiges ungewohnt und ich versuche das alles möglichst verständlich zu erklären.

Es gibt kein Geld (in Form von Münzen). Als universelles Tauschmittel werden Zauberkugeln (Orbs) verwendet. Wenn man Gegenstände zum „verkaufen“ bringt, erhält man dafür äquivalente Orb-Splitter, die sich zu ganzen Orbs zusammensetzen (die gegen höherwertige Orbs umgetauscht werden können).

Gegenstände werden gegen Splitter und Fragmente getauscht.

Diese Orbs werden zum Einen zum Kaufen von Gegenständen (oder tauschen mit anderen Spielern) eingesetzt, haben aber auch intrinsische Fähigkeiten. So kann eine Art aus einem normalen Gegenstand einen magischen Gegenstand machen oder die Eigenschaften eines magischen Gegenstands neu randomisieren.

Die „Jeweler’s Orb“ randomisiert die Sockel eines Gegenstands neu. Links im Stash befinden sich weitere Orbs.

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Wer hat Olympia wirklich gewonnen?

Ich habe mir sehr gern angesehen, wie Deutschland die Olympiade dominiert hat. Besonders im Beach-Volleyball. Dominiert? Jeder bewertet ja Erfolg anders und nach meiner Wertung, haben die Beachvolleyball-Damen die Olympiade besonders erfolgreich abgeschlossen. Ok, nicht nur die Deutschen, eigentlich alle Beachvolleyball-Damen. Die hätten beinahe alle Goldmedaillen verdient. Einige waren sogar so gut, da hätte das Stück Gold um den Hals nicht gereicht. Da wäre nur eine Nacht mit mir ein adäquater Preis gewesen.

Erfolg wird bei Olympia immer unterschiedlich gemessen. Manche Nationen freuen sich über eine Medaille, egal welcher Legierung, und anderen Nationen sind 11 Goldmedaillen nicht genug.

Aber größere Nationen haben (offensichtlich) mehr Athleten und reichere Nationen haben mehr Möglichkeiten, in den Sport zu investieren. Wer hat denn wirklich effektiv die Olympiade „gewonnen“?

Grenada hat mit seinen 110.000 Einwohnern die meisten Medaillen per Capita geholt (einmal Gold auf 110.000 Einwohner). Jamaica auf Platz zwei, war mit seinen 12 Medaillen aber nur halb so gut (Eine auf 225.000 Einwohner).

Auf Platz drei und vier finden wir Trinidad und Tobego (eine auf 330.000 Einwohner) und Neuseeland (eine auf 340.000 Einwohner).

Großbritannien finden wir, gleich vor Lettland, auf Platz 23 mit einem Stück Metall auf 960.000 Einwohner. Und Deutschland ist auf Platz 38 zwischen Finnland und Puerto Rico mit eins pro 1.860.000.

Die Vereinigten Staaten sind auf Platz 49 zwischen Spanien und Japan mit einer Medaille pro 3 Millionen Einwohner. Die schlechteste Leistung hat Indien abgeliefert, was nicht an der großen Bevölkerungszahl liegt (auch), aber vornehmlich daran, dass die nur sechs Medaillen geholt haben.

Medalspercapita.com hat eine ziemlich gute Auflistung (auch auf GDP, Bruttoinlandsprodukt, gerechnet). Das kann ich jedem nur Empfehlen, einfach mal einen Blick darauf zu werfen (gibt auch historische Ergebnisse).

Warum LGBT-Beziehungen unsere Gesellschaft zerstören

Ein Thema, mit dem sich die Ärzte beschäftigen, ist auf jeden Fall auch gut genug für mich. Ich schreibe größtenteils im generischen Maskulin. Wenn ich jedoch von „Partnern“ spreche, meine ich PartnerInnen in jedweder Form.

Manche Männer lieben Männer, Manche Frauen eben Frauen
Da gibt’s nichts zu bedauern und nichts zu staunen
Das ist genau so normal wie Kaugummi kauen
Doch die meisten werden sich das niemals trauen

LGBT, Lesbain Gay Bisexual Transgender. Aber ich möchte nicht nur darüber schreiben, sondern um alle Arten von Beziehungen, die von dem Abweichen, was manche als Norm bezeichnen würden. Sei das wegen der spezifischen Geschlechter der einzelnen Beteiligten in einer Beziehung, die Zusammensetzung der Geschlechter der Beteiligten in einer Beziehung oder die Anzahl der Beteiligten in einer Beziehung oder eine beliebige Kombination dieser Faktoren.

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Das Paunsdorf-Center bietet echten Mehrwert

Man kann ja über das neue Paunsdorf-Center-Logo denken, was man will. Aber wenn man denkt, dass es gut ist, sollte man sich mal untersuchen lassen. Ich habe gehört, unbehandelte Syphilis kann derartige Hirnschäden verursachen.

Aber besser finde ich eigentlich noch, dass die Jungs und Mädels jeden Monat das Center-Magazin online stellen. Im Monat Juni war das besonders gut und ich habe mich extra-informiert gefühlt:

Haben die doch glatt vergessen, die Anzeigen der einzelnen Läden einzusetzen. Ich schätze mal, das ist in der Printausgabe nicht passiert. Und wir wissen, wieviel Inhalt „redaktionell“ ist und wieviel Inhalt nicht ordentlich als Anzeige ausgezeichnet ist.

Quelle: paunsdorf-center.de/arcaden-zeitung.html Ausgabe 2012-07 (Direktlink zur pdf)

Eine ganze Generation schaut nach Berlin

Wenn du – wie ich – zwischen 20 und 30 bist und nicht in Berlin wohnst, hast du garantiert einen Schul- bzw. Jugendfreund der nach Berlin gezogen ist – wahrscheinlich sind es aber sogar mehrere. Und das beschäftigt unsere Generation. Das beschäftigt unsere Generation so sehr, dass Bands von Musikern unseres Alters das in Liedform packen.

http://www.youtube.com/watch?v=K0rEQHbo7PQ

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What I consider a romantic death

Last weekend I sat with some friends and we talked about death – as you do. We talked about in which ways we didn’t want to succumb to death. Burning and drowning were the top „contenders“. But this discussion left me thinking about how I would like to die.
Not entertaining the obvious choices, like dying sound asleep or during intercourse, I thought about what I considered romantic.

Certainly not this:
O happy dagger! / This is thy sheath; / there rest, and let me die.

What I consider possibly the culmination of romantic death comes in the form of the fictional spacefarer by the name of Major Tom (David Bowie – Space Oddity, Peter Schilling – Major Tom, Bill Shatner’s interpretations could be considered more romantic renditions).

 Though I’m past one hundred thousand miles, I’m feeling very still
And I think my spaceship knows which way to go
Tell my wife I love her very much, she knows
Ground control to major Tom, your circuits dead, there’s something wrong
Can you hear me, major Tom?
Can you hear me, major Tom?
Can you hear me, major Tom?
Can you…
Here am I sitting in my tin can far above the Moon
Planet Earth is blue and there’s nothing I can do
(David Bowie)

 

 „Go to rockets full“
No responding
„Hello Major Tom are you receiving?
Turn the thrusters on we are standing by“
No reply

Across the strathosphere
A final message:“Give my wife my love“
Then nothing more

Far beneath the ship
The world is mourning
They don’t realize He’s alive
No one understands but Major Tom sees
„Now the lights commands
This is my home
I’m coming home
(Peter Schilling)

Something like this never happened. There was never any astronaut who found his death stranded in the icy depths of space. But still, there is a less fictional part to this story. Richard Nixon addressed the nation and the world after the successful landing of the Apollo 11 on the moon. This speech was pre-written, alongside another speech depicting a different outcome of this mission:

Fate has ordained that the men who went to the moon to explore in peace will stay on the moon to rest in peace.
These brave men, Neil Armstrong and Edwin Aldrin, know that there is no hope for their recovery. But they also know that there is hope for mankind in their sacrifice.
These two men are laying down their lives in mankind’s most noble goal: the search for truth and understanding.
(A speech Richard Nixon never gave)

When mission control was convinced that there would be no way to recover the first men on the moon, they were to record their last words before cutting communication.

It is not the heroism, I guess. But if I know I would not see this world ever again, I know how I would spend my last minutes, hours or days. Thinking about what I’d left behind and who I’d never see again.

Tell my wife I love her very much, she knows

What is a book but the letters it contains?

Tim Parks wrote a piece in The New York Review of Books titled „E-books Can’t Burn„. It took me more than two weeks to overcome my own laziness to bring a response to this piece to the proverbial paper. I cannot and will not let this chance, to tell you what you ought to think about this topic, go by.

If you haven’t read the article and have low blood pressure, I highly recommend you read the article. If you are easily enraged, you are far better off just reading my comment.

Because I don’t really want to comment on the main part of his article I give you a short summary:
Parks talks about how the ebook is exactly like a real book but more convenient. It lets you focus more on the text because it is a continuous stream of lines and paragraphs and not distracting pages. Therefore, he claims, by adapting fonts and text size to your needs, one could focus more on the content of a book than its layout. Even though, he admits, this robs us of the ability to skim the book for clues as to how many pages are left in a chapter, so we can go to bed, or weigh in our hands, when the end of a book is near (because, obviously, as the end of an e-Book draws nearer, you don’t feel the imbalance of the open book in your hands).
Writing in the margins, he explains, is possible on some e-Book readers today and will become easier. But most importantly, he says, e-Books could never be burned. Just the devices they are read on.

And here is me calling absolute bullshit on the idea that this could ever be considered a good thing. Don’t get me wrong, I will never throw away a book even less so burn it but I still consider its, let’s say „burnability“, that comes with real, physical paper a good thing.

A book can be taken to an author’s reading and you can get it signed. Good luck doing that with an e-book. But you can also write in a dedication of your own and make it a gift to a special someone or you leave out your little love note and make it a gift to a not so special someone else. Or just die and pass your books on to your kids. These are three things you will probably not be able to do with an e-book.

Books can be placed on a bookshelf and they withstand the passage of time. But still those books are marked by time and the age of a book is visible and feelable on every turn. Because of your emotions, your thoughts and feelings, every time you read a book, it changes because in your head it plays differently. But it also changes physically with every time you push it open, take it to the beach or let lose a tear on one of its many pages.

But in a way, once printed, the physical book is also forever unchanging. In January 2011, a new edition of Mark Twain’s Huckleberry Finn was to be published, excluding the – deemed as offensive – word „nigger“. It did not change every book previously printed. 18 Months earlier, Amazon.com remotely removed all copies of George Orwell’s „1984“ and „Animal Farm“ from Kindle devices (which certainly brings back memories of having always been at war with Eastasia). You can not burn an e-book but they don’t even have to come to your door to delete or alter an e-book if it was to be considered thoughtcrime. Let them try to find every last copy of a real paper-made book.

So this is what a book is for me. On the one hand the fragile nature of the medium, burning so easily but on the other hand it shows the resilience of ideas because they can stand the test of time, even if a corrupt government tries to censor and kill them. You may be able to remotely alter or delete an e-book but you can not kill an idea and you can not kill a book, as long as there is one single copy left.

I love books and I plan to inherit my father’s books and I plan to pass my books on to my children for they can read of the ideas my father read of and I read of so they can create the future they want to live in without being told which ideas are right, which are wrong and which are deemed decent enough to be allowed in a citizen’s library.