Im Dienste der LVB

Die Leipziger Verkehrsbetriebe suchen ab jetzt QualitätsbewerterInnen.

Bildschirmfoto von »2016-01-18 15-20-07«

Dafür soll es bis zu 450Euro im Monat geben. Aber weil wir so gute Freunde sind, bekommt die LVB diesen Dienst von mir natürlich gratis.

Die meisten Haltestellen sind reine Zigaretten- und Müllberge. Die Mülltonnen sind entweder nicht vorhanden oder voll. Haltestellen auf der Straßenmitte, wie das Connewitzer Kreuz, sind viel zu eng für Doppelhaltestelle und zwischen Straßenbahn und Ticketautomaten ist eine Passagierrochade, weil der Bus jetzt doch gerade hinten hält (oder doch nicht, vielleicht fährt er auch gleich nochmal weiter), ein reines Getrete und Geschubse.

Bis auf die geringe Wartung, die den Innenräumen der Busse zu Teil wird ist fast alles ok. Wenn jetzt auch noch die Leoliner so wären, dass einem nicht bei jeder mechanischen Bewegung beide Ohren abfallen, könnte man glatt mit der Leistung zufrieden sein.

Das Fahrpersonal ist natürlich auf einem ganz anderen Level. Da ist natürlich erstmal der Busfahrer mit Bleifuß. Da kann man schon mal die Fahrgäste umwerfen oder zumindest Nackenprobleme bescheren. Dann haben wir natürlich die Busfahrer, die an die Doppelhaltestelle fahren, langsam auf die vor ihnen stehende Bahn zufahren – während sich Passagiere an der Haltestelle schon auf den Bus zubewegen und an der Bahn vorbei gehen – und dann wieder kräftig Gas geben, weil die Bahn jetzt losgefahren ist. Ohne Rücksicht darauf, wer auch jetzt im eigenen Bus bereits aufgestanden ist. Und natürlich die, aber das werden so ungefähr die selben sein, die gerne mal ignorieren, wer da an wenig besuchten Haltestellen überhaupt steht oder gerade auf die Haltestelle zurennt.
Viele scheinen den Beruf da verfehlt zu haben. Wer einfach nur fürs Rumfahren und kräftig Gas geben und Bremsen bezahlt werden will, der hätte dann wohl Rennfahrer werden sollen.

Bitteschön.

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